Unser Team

Wir sind ein kunterbunter Mix an unterschiedlichen Persönlichkeiten jeden Alters.  Jedes Tier ist wertvoll und hat seine ganz spezielle Aufgabe in der Herde. Bei uns wird auch kein Tier hergegeben, wenn es älter bzw. krank wird. Und auch die menschliche Teamchefin darf von ihren vierbeinigen Freunden immer wieder sehr viel lernen.



Nico, der sensible Sonnenschein
Alpaka, Wallach

Nico ist ein freches und lebensfrohes Alpaka, das wie Lanzelot schon seit über 12 Jahren bei uns lebt. Er ist sportlich und quirlig. Seine neugierige Nase steckt er vorzugsweise in Dinge, die ihn nichts angehen, beispielsweise in unser Blumenbeet. Durch seine lustige Art sorgt er immer wieder für gute Unterhaltung. So lässt er sich im Sommer auch gerne mit dem Gartenschlauch "beregnen" und hüpft dann meist voller Freude durch die Gegend. Sobald er nass genug ist, wälzt er sich im Dreck und das weiße Alpaka ist plötzlich dunkelgrau. 
Was Nico gar nicht ausstehen kann, sind Berührungen. Aufgrund seines niedlichen Aussehens fällt es jedoch vielen Menschen schwer, ihn nicht anzufassen. Im Umgang mit Nico kann man lernen, sich in andere Lebewesen einzufühlen und die eigenen Bedürfnisse – in diesem Fall meist der Wunsch, Nico ausgiebig zu kuscheln – einmal hintanzustellen. 

Lanzelot, der tapfere Ritter
Alpaka, Wallach

Früher war das Alpaka mit den großen Kulleraugen bei allen Altersgruppen ein beliebtes Begleittier bei Spaziergängen. Er hat die Gruppe angeführt und war auch bei stundenlangen Wanderungen (Brucker Madereck etc.) mit dabei. Der alte Herr genießt aufgrund von Problemen mit den Bandscheiben mittlerweile seine Pension auf unseren Wiesen. 
Es gab eine Phase in Lanzelots Leben, in der er an akuten Schmerzen litt. Er hielt damals tapfer alle notwendigen Behandlungen durch und zeigte einen ungeheuren Überlebenstrieb, was uns darin bestärkte, nicht aufzugeben. Geblieben ist eine Gehbehinderung im Bereich der Hinterbeine. Etliche Jahre schien Lanzelot diese Behinderung kaum Probleme zu bereiten, er folgte seinen Kumpels sogar im Galopp im Steilgelände. Seit einigen Monaten ist er ruhiger geworden. Wir hoffen, dass er noch eine Zeit lange bei uns bleiben darf.

Malik, der schüchterne Teddybär
Alpaka, Wallach

Malik ist Menschen gegenüber ein vorsichtiges und dennoch neugieriges Tier, das seit 2020 bei uns lebt. Er nahm seinen ehemaligen Job als Deckhengst auch bei uns sehr ernst. Zum Leidwesen von Nico und Lanzelot, wodurch wir die Entscheidung getroffen haben, auch ihn kastrieren zu lassen.

Malik beobachtet sein Umfeld stets aufmerksam. Ungewohnte Situationen verunsichern ihn und er reagiert dann manchmal schreckhaft. Bleibt man selbst ruhig und gelassen, überträgt sich diese Ruhe aber schnell auf diesen sensiblen, freundlichen Kerl. Wenn man ihn an der Leine führt, wackeln seine Ohren sehr oft in sämtliche Richtungen und er tratscht (summt) gerne mit seinen Begleiter*innen. Malik ist außerdem sehr trittsicher und achtet stark auf die Körpersprache des Menschen, der ihn führt. Er eignet sich daher hervorragend für den Hindernisparcours! 

Pedro, der temperamentvolle Wiffzack
Lama, Wallach

Der Chef der Herde beobachtet seine Umgebung stets aufmerksam. Seine Aufgabe ist es, die Lage genauestens abzuchecken und seine Kumpels bei Gefahr zu warnen. Pedro entgeht ebenso nichts, wenn er außerhalb der Weide ausgeführt wird. 
Pedros Lieblingshobby ist fressen - und das sieht man ihm auch an. Er würde gerne so ziemlich alles was grün (oder auch nicht grün) ist, in sich hineinschlingen. 
Die Stärke dieses Lamas liegt unter anderem darin, dass er in in sämtlichen Situationen äußerst gelassen reagiert. Pedro weiß außerdem genau, was er will. Leute die ihm etwas aufzwingen möchten oder denen es an liebevoller Bestimmtheit und Konsequenz fehlt, können – sofern sie es zulassen – im Umgang mit Pedro eine Menge lernen. 

Neben Lanzelot wurde mittlerweile auch Pedro von uns in Pension geschickt. Das bedeutet, dass er nur mehr das macht, was er von sich aus den Besucher*innen gerne anbietet, für Spaziergänge wird er nicht mehr eingesetzt. Das gefräßige Lama freut sich aber nach wie vor, mit seinen Kumpels zum Grasen ausgeführt zu werden. 
Wie bei Lanzelot folgen wir auch bei Pedro unserem Grundsatz: Wir geben kein Tier her, wenn es alt und krank ist, wir lassen aber auch kein Tier unnötig leiden. 

Noel, der neugierige Hübsche
Lama, Hengst

Noel ist ein besonders entzückend aussehendes Wooly-Lama.  Der Jüngste der Herde ist ist seit dem Sommer 2023 bei uns und hat sich schnell eingelebt. Er ist besonders neugierig, ist immer dort wo sich was tut, probiert gerne neue Sachen aus und lernt auch sehr schnell. Noel war bis zu seinem zweiten Geburtstag auch den anderen Tieren gegenüber stets gutmütig. Doch dann ist er in die Pubertät gekommen und verhält sich gegenüber seinen Kollegen auch so. Kräftemessen und Annäherungsversuche, von denen seine Freunde wenig begeistert sind, stehen aktuell auf der Tagesordnung. Wir werden beobachten, ob Noel Hengst bleiben darf oder ob es im Sinne des Wohlergehens aller gut wäre, auch ihn kastrieren zu lassen. Menschen gegenüber ist er nach wie vor freundlich. An manche Dinge muss er sich erst gewöhnen und dann reagiert er schreckhaft, aber für sein Alter bleibt er in den meisten Situationen bereits sehr gelassen. Noel wird in den nächsten Monaten in kleinen Einheiten auf seinen späteren Job vorbereitet. Mit Menschen, denen er vertraut, geht er sogar schon bei kleineren Spaziergängen voraus! Wir sind sehr gespannt, wie sich Noel noch weiterentwickelt!

Angelika Nigl

Mein Name ist Angelika Nigl. 
Ich bin Sozialarbeiterin, akademisch geprüfte Fachkraft für tiergestützte Therapie sowie stolze Mutter eines Sohns. 
Seit jeher liebe ich die Natur und die Tierwelt. Während einer Reise durch Chile im Jahr 2011 lernte ich sowohl Lamas und Alpakas, als auch deren Wildtierformen, die Guanakos und Vikunjas, in ihrer natürlichen Umgebung kennen. Ich war auf Anhieb begeistert und kaufte mir nur wenige Monate später die Alpakas Nico und Lanzelot. Mittlerweile umfasst die Herde fünf Tiere. 
Aus meiner Idee und meinem Projekt ist im Laufe der Jahre ein Familienprojekt geworden. Meine Familie unterstützt mich bei der Versorgung der Tiere und bei der Instandhaltung des Alpakaparks und ist somit auch fixer Bestandteil des Teams. 
Angebote für Besucher*innen gibt es seit 2021. Bei diesen lege ich einen Wert darauf, dass die Bedürfnisse der Tiere respektiert werden. Wer sich ausgiebige Kuscheleinheiten wünscht, wird jedenfalls enttäuscht werden. Insbesondere unsere Alpakas mögen nicht gerne gestreichelt werden und müssen auch nichts ertragen, was sie nicht möchten. Im Umgang mit unserem Tieren soll hingegen Beobachtungsgabe und Empathie gefördert werden. Auch Entschleunigung und Achtsamkeit gehören zu den Themen, die uns Lamas und Alpakas lehren.

Was mich besonders an diesen exotischen Tieren fasziniert, ist ihre Feinfühligkeit. Sie spiegeln auf wertfreie Art und Weise die Befindlichkeit ihres Gegenübers.
Unsere Lamas und Alpakas werden regelmäßig trainiert, damit sie den Umgang mit Menschen und unbekannten Situationen gewohnt werden. Mein Ansatz ist, dass sie dennoch eine gewisse Ursprünglichkeit und ihren ganz speziellen Charakter, den ein jedes Tier hat, beibehalten dürfen und nicht auf Knopfdruck funktionieren müssen. Viel mehr geht es mir um einen echten, ehrlichen Mensch-Tier-Kontakt, der auch Überraschungen bereithält, wenn man sich voll und ganz auf das Tier einlässt.