Unser Team
Wir sind eine bunte Truppe unterschiedlicher Persönlichkeiten jeden Alters. Jedes Tier ist wertvoll und hat seine ganz spezielle Aufgabe in der Herde. Bei uns wird kein Tier abgegeben, wenn es älter oder krank wird. Auch die menschliche Teamchefin darf von ihren vierbeinigen Freunden immer wieder sehr viel lernen.
Nico, der sensible Sonnenschein
Alpaka, Wallach
Nico ist ein freches und lebensfrohes Alpaka, das schon seit über 14 Jahren bei uns lebt. Er ist sportlich und quirlig. Seine neugierige Nase steckt er vorzugsweise in Dinge, die ihn nichts angehen, beispielsweise in unser Blumenbeet. Durch seine lustige Art sorgt er immer wieder für gute Unterhaltung. So lässt er sich im Sommer auch gerne mit dem Gartenschlauch "beregnen" und hüpft dann meist voller Freude durch die Gegend. Sobald er nass genug ist, wälzt er sich im Dreck und das weiße Alpaka ist plötzlich dunkelgrau.
Was Nico gar nicht ausstehen kann, sind Berührungen. Aufgrund seines niedlichen Aussehens fällt es jedoch vielen Menschen schwer, ihn nicht anzufassen. Im Umgang mit Nico kann man lernen, sich in andere Lebewesen einzufühlen und die eigenen Bedürfnisse – in diesem Fall meist der Wunsch, Nico ausgiebig zu kuscheln – einmal hintanzustellen.
Malik, der schüchterne Teddybär
Alpaka, Wallach
Malik ist Menschen gegenüber ein vorsichtiges und dennoch neugieriges Tier, das seit 2020 bei uns lebt. Er nahm seinen ehemaligen Job als Deckhengst auch bei uns sehr ernst. Zum Leidwesen von Nico und Lanzelot, wodurch wir die Entscheidung getroffen haben, auch ihn kastrieren zu lassen.
Malik beobachtet sein Umfeld stets aufmerksam. Ungewohnte Situationen verunsichern ihn und er reagiert dann manchmal schreckhaft. Bleibt man selbst ruhig und gelassen, überträgt sich diese Ruhe aber schnell auf diesen sensiblen, freundlichen Kerl. Wenn man ihn an der Leine führt, wackeln seine Ohren sehr oft in sämtliche Richtungen und er tratscht (summt) gerne mit seinen Begleiter*innen. Malik ist außerdem sehr trittsicher und achtet stark auf die Körpersprache des Menschen, der ihn führt. Er eignet sich daher hervorragend für den Hindernisparcours!
Malik wird schon seit Längerem von meiner Tiertrainingsassistentin liebevoll gehegt und gepflegt, ab sofort ist sie seine offizielle Patin: Viola Weißenbacher!
Pedro, der temperamentvolle Wiffzack
Lama, Wallach
Der (Noch-) Chef der Herde beobachtet seine Umgebung stets aufmerksam. Seine Aufgabe ist es, die Lage genauestens abzuchecken und seine Kumpels bei Gefahr zu warnen. Allerdings wird Pedro altersbedingt immer ruhiger und überlässt immer mehr seinem Co-Chef Noel sämtliche Aufgaben, die eine Herdenchef über hat.
Pedros Lieblingshobby ist fressen - und das sieht man ihm auch an. Er würde gerne so ziemlich alles was grün (oder auch nicht grün) ist, in sich hineinschlingen.
Die Stärke dieses Lamas liegt unter anderem darin, dass er in in sämtlichen Situationen äußerst gelassen reagiert. Pedro weiß außerdem genau, was er will. Leute die ihm etwas aufzwingen möchten oder denen es an liebevoller Bestimmtheit und Konsequenz fehlt, können – sofern sie es zulassen – im Umgang mit Pedro eine Menge lernen.
Pedro wurde von uns aufgrund von Problemen mit seinem Bewegungsapparat in Pension geschickt. Bei Wanderungen macht er nicht mehr mit, er liebt es aber, außerhalb der Weide zum Grasen ausgeführt zu werden. Unser Grundsatz: Wir geben kein Tier her, wenn es alt und krank ist, wir lassen aber auch kein Tier unnötig leiden. Und wir hoffen, dass wir dann, wenn es an der Zeit ist, die richtige Entscheidung treffen.
Noel, der neugierige Hübsche
Lama, Wallach
Noel ist ein hübsches Wooly-Lama. Der Jüngste der Herde ist ist seit dem Sommer 2023 bei uns und hat sich schnell eingelebt. Er ist besonders neugierig, ist immer dort wo sich was tut, probiert gerne neue Sachen aus und lernt auch sehr schnell. Seinem Alter entsprechend ist er manchmal ein wenig übermütig und wie Malik auch ein wenig schreckhaft, woran wir arbeiten. Auch ihn mussten wir trotz Topgenetik schweren Herzens kastrieren lassen, die Harmonie in der Herde steht für uns schließlich an erster Stelle und ist seither wieder gewährleistet. Mittlerweile liegt Noel immer öfters am Chefplatz und übernimmt auch Aufgaben vom (Noch-) Chef Pedro. Ganz ohne Streit lässt dieser ihn gewähren, schließlich darf ein Pensionist auch mal in den Ruhestand gehen. Nachdem Pedro pensioniert wurde, hatten wir eine Zeit lange kein Vorausgehtier. Noel geht bei unseren Wanderungen mittlerweile sehr zuverlässig voraus, daher können wir auch wieder Lama/Alpakaspaziergänge anbieten! Noel würde auch gerne lange Wanderungen machen, da Nico und Malik aber nicht so begeistert von langen Touren sind, bieten wir aktuell gemütliche Spaziergänge an.
Angelika Nigl
Mein Name ist Angelika Nigl.
Ich bin Sozialarbeiterin und akademisch geprüfte Fachkraft für tiergestützte Therapie sowie stolze Mutter eines Sohnes.
Seit jeher liebe ich die Natur und die Tierwelt. Während einer Reise durch Chile im Jahr 2011 lernte ich Lamas, Alpakas sowie deren Wildtierformen, die Guanakos und Vikunjas, in ihrer natürlichen Umgebung kennen. Ich war auf Anhieb begeistert und kaufte mir nur wenige Monate später die Alpakas Nico und Lanzelot. Mittlerweile umfasst die Herde vier Tiere.
Aus meiner Idee ist im Laufe der Jahre ein Familienprojekt geworden. Meine Familie unterstützt mich bei der Versorgung der Tiere und der Instandhaltung des Alpakaparks und ist somit fester Bestandteil des Teams.
Seit 2021 biete ich Angebote für Besucher*innen an, bei denen ich großen Wert darauf lege, dass die Bedürfnisse der Tiere respektiert werden. Wer sich ausgiebige Kuscheleinheiten wünscht, wird jedenfalls enttäuscht werden. Insbesondere unsere Alpakas mögen nicht gerne gestreichelt werden und müssen nichts ertragen, was sie nicht möchten. Im Umgang mit unseren Tieren sollen hingegen Beobachtungsgabe und Empathie gefördert werden. Auch Entschleunigung und Achtsamkeit gehören zu den Themen, die uns Lamas und Alpakas lehren.
Besonders faszinierend an diesen exotischen Tieren ist für mich ihre Feinfühligkeit. Sie spiegeln die Befindlichkeit ihres Gegenübers auf wertfreie Art und Weise.
Unsere Lamas und Alpakas werden regelmäßig trainiert, damit sie den Umgang mit Menschen und unbekannten Situationen gewöhnt sind. Mein Ansatz ist jedoch, dass sie eine gewisse Ursprünglichkeit und ihren ganz speziellen Charakter beibehalten dürfen und nicht auf Knopfdruck funktionieren müssen. Mir geht es vielmehr um einen echten, ehrlichen Mensch-Tier-Kontakt, der auch Überraschungen bereithält, wenn man sich voll und ganz auf das Tier einlässt.